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Im Oktober 1994 gelang es John Martin Scripps bei seinem Freigang aus dem Gefängnis von Hemel Hampstead/England zu entkommen. Der Brite, der bereits mehrere Delikte vom
Diebstahl bis hin zu Heroinschmuggel begangen hatte, floh nach Übersee. Vermutlich lebte er einzig vom Ausplündern von Touristen, was ihn im Laufe seiner Reisen jedoch nicht davon abhielt, vier
Menschen zu ermorden und deren Leichen mit der Präzision eines Fleischers zu zerlegen.
Im März 1995 wurden im Hafen vom Singapur schwarze Plastiktüten angespült, in denen sich der Torso und die durchtrennten Beine eines Mannes befanden. Die alarmierte Polizei konnte die menschlichen
Überreste als die des südafrikanischen Touristen Gerard Lowe identifizieren. Lowe, so fand man bald heraus, hatte sich sein Hotelzimmer mit einem gewissen Simon Davis geteilt, der kurz zuvor
ausgecheckt hatte. Doch von Davis fehlte jede Spur.
Nur knapp drei Wochen später machte die thailändische Polizei auf der Insel Phuket einen ähnlichen Fund: Sie entdeckte zwei Schädel, die von der Kanadierin Sheila Dramude und ihrem erwachsenen Sohn
stammten. Weitere Körperteile waren nahe dem Hotel gefunden worden, in dem die Damudes zuvor gewohnt hatten. Ein Unbekannter war mit ihren Habseligkeiten durchgebrannt und hatte ihre Rechnung
bezahlt, als habe er versucht, ihr Verschwinden und somit auch die Tat zu vertuschen.
Noch im selben Monat wurde Scripps bei der Einreise nach Singapur festgenommen. Scripps, so stellte sich heraus, war der derselbe Mann, der sich zuvor als Simon Davis ausgegeben hatte. In seinem
Gepäck fanden Zollbeamten Messer, Handschellen, eine Betäubungspistole sowie Gegenstände, die aus dem Besitz der in Thailand ermordeten Kanadier stammten.
In Singapur kam der Engländer vor Gericht. Er behauptete, das Opfer Gerald Lowe hätte ihn sexuell nötigen wollen und bei seiner Abwehr habe er den Mann so heftig getroffen, dass er gestorben sei.
Richter Sinnathuray ließ sich aber nicht beirren und verhängte die Todesstrafe. Scotland Yard vermutet, dass der umherreisende Mörder auch für das Verschwinden des Briten Timothy McDowell
verantwortlich war, der Scripps kurz zuvor eine höhere Geldsumme überschrieben hatte.
John Martin Scripps wurde als erster Westeuropäer in der Nacht zu 18. April 1996 in Singapur gehängt.