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Catch me when you can (JTR)

von Jonas Helmerichs

Mörderische Praktiken

von Johannes Bückler

Auf dünnem Eis

von Lydia Benecke

Das dunkle in mir

von Malte Fischer

 

TV-Tipp:

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WDR-Crime Doku

(WDR)

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Tatsache Mord?

um 22:20 h -

Im Kopf des Verbrechers

(beides auf Sat1.Gold)

 

Bei RTLcrime lohnt es sich immer in die Programmwochen zu schauen, da vieles mehrmals wiederholt wird.

Auch gibt es viele Crime-Serien auf den Sendern TLC und Sixx.

Andrej Chikatilo

"Ripper von Rostow"

geb. 1936, gest. 1994

Land: Sowjetunion

aktiver Zeitraum: 1978 - 1990

Morde: 53 - 56

Chikatilo, Andrej

Der Ex-Lehrer aus der russischen Großstadt Rostow wurde von der Polizei des 52fachen Mordes überführt, im April 1992 unter Anklage gestellt und nach einem spektakulären Prozess zum Tode verurteilt.

Insgesamt soll er sogar 65 Mädchen, Frauen und Jungen sexuell missbraucht, umgebracht und auf grauenvolle Weise verstümmelt haben. Andere Schätzungen sprechen von 90 Opfern.

Chikatilo wurde 1936 geborenen und wuchs während des Zweiten Weltkriegs auf. Bei den ersten Kontakten mit dem anderen Geschlecht bemerkte er, dass er impotent war. Schüchtern und voller Minderwertigkeitskomplexe versuchte Chikatilo, diesen "Makel" durch eine gute Bildung und Umgangsformen zu kompensieren. Er besuchte die Universität und wurde schließlich Lehrer. Im Sportunterricht bemerkte er die sexuelle Anziehungskraft die Kinder auf ihn ausübten. Er drang überraschend in Umkleideräume und Toiletten ein. Nach einem Vergewaltigungsversuch wurde er zwangsversetzt.

Am 22. Dezember 1978 beging Chikatilo seinen ersten Mord. Er lockte die neunjährige Lena Zakonova in seine Daccia, stieß sie zu Boden und versuchte sie zu vergewaltigen. Als dieses Vorhaben misslang, erstach er sie letztendlich. Ihre Leiche warf er in einen nahen Fluss.

Für diesen Mord wurde der Vorbestrafte Alexander Kraftschenko zum Tode verurteilt und 1983 erschossen. Chikatilo blieb in Freiheit. Er verübte zwei Jahre lang keine weitere Tat.

Seine spätere Vorgehensweise war auf Bahnhöfen Kinder und Frauen anzusprechen. Seine Opfer waren Landstreicher, Prostituierte, vernachlässigte oder verwaiste Kinder. Er versprach ihnen Süßigkeiten, Essen oder Geld - Frauen lockte er mit Geld oder Alkohol für einen Liebesdienst. Die Opfer begleiteten ihn in ein Waldstück, wo er mit einem Messer auf sie einstach und grausam verstümmelte.

Um den Blick der Toten und Sterbenden nicht ertragen zu müssen, stach er ihnen die Augen aus. Er war der Ansicht, in die Netzhaut eines sterbenden Menschen fresse sich deutlich das Gesicht des Mörders. Oft biss er ihnen die Brustwarzen ab oder schnitt ein Stück der Geschlechtsorgane ab, welche er dann verschluckte. Auch onanierte er über den Gemarterten, wenn sie im Todeskampf noch zuckten.

Am 20. Dezember 1990 wurde Chikatilo festgenommen. In einem späteren Verhör gestand er die Morde. In dem späteren Gerichtsverfahren behauptete er, dass einer seiner älteren Brüder während der Hungersnot in der Ukraine ergriffen und verspeist worden wäre. Des Weiteren sei der qualvolle Tod seines geliebten Vaters an Tuberkulose schuld daran gewesen, dass seine Entwicklung so verhängnisvoll verlaufen sei.

Wegen 52fachen Mordes wurde Andrej Romanowitsch Chikatilo zum Tode verurteilt. Am 16.2.94 wurde er in Moskau standrechtlich erschossen.

Die Opfer:

22.12.1978 – Lena Zakotnova (9)
03.09.1981 – Larisa Tkachenko (17)
12.06.1982 – Lyubov Tiryuk (13)
25.06.1982 – Lyubov Volobuyeva (14)
13.08.1982 – Oleg Polzhidayev (9), Leiche wurde nie gefunden
16.08.1982 – Olga Kuprina (16)
08.09.1982 – Irina Karabelnikova (19)
15.09.1982 – Sergey Kuzmin (15)
11.12.1982 – Olga Stalmachenok (10)
Juni 1983 – Laura Sarkisyan (15), Leiche wurde nie gefunden
Juli 1983 – Irina Dunenkova (13)
Juli 1983 – Lyudmila Kushuba (24)
09.08.1983 – Igor Gudkov (7)
19.09.1983 – Valentina Chuchulina (22)
Sommer 1983 – nicht identifizierte Frau
27.10.1983 – Vera Shevkun (19)
27.12.1983 – Sergey Markov (14)
09.01.1984 – Natalya Shalapinina (17)
21.02.1984 – Marta Ryabenko (45)
24.03.1984 – Dmitriy Ptashnikov (10)
25.05.1984 – Tatyana Petrosyan (32) und ihre Tochter Svetlana (11)
22.06.1984 – Yelena Bakulina (22)
10.07.1984 – Dima Illarionow (13)
19.07.1984 – Anna Lemesheva (19)
Juli 1984 – Svetlana Tsana (20)
02.08.1984 – Natalya Golasovskaya (16)
07.08.1984 – Lyudmila Alekseyeva (17)
August 1984 – nicht identifizierte Frau
13.08.1984 – Akmaral Seydaliyeva (12)
28.08.1984 – Alexander Chepel (11)
06.09.1984 – Irina Luchinskaya (24)
31.07.1985 – Natalya Pokhlistova (18)
27.08.1985 – Irina Gulyayeva (18)
16.05.1987 – Oleg Makarenkov (13)
29.07.1987 – Ilan Bilovetskiy (12)
15.09.1987 – Yuri Tereshonok (16)
April 1988 – nicht identifizierte Frau
16.05.1988 – Alexey Voronko (9)
14.07.1988 – Yevgeniy Muratov (15)
08.03.1989 – Tatyana Ryzhova (16)
11.05.1989 – Alexander Dyakonov (8)
20.06.1989 – Alexey Moiseyev (10)
19.08.1989 – Helena Varga (19)
28.08.1989 – Alexey Khobotov (10)
14.01.1990 – Andrei Kravchenko (11)
07.03.1990 – Yaroslav Makarov (10)
04.04.1990 – Lyubov Zuyeva (31)
28.07.1990 – Viktor Petrov (13)
14.08.1990 – Ivan Fomin (11)
17.10.1990 – Vadim Grovov (16)
30.10.1990 – Viktor Tishchenko (16)
06.11.1990 – Svetlana Korostik (22)

 

Einige Opfer Chikatilos

Literatur:

"Der Mann aus der Hölle" von Mikhail Krivitich

"Tschikatilo. Die Jagd nach dem Teufel von Rostow" von Richard Lourie

Verfilmung:

"Citizen X" (1995)

"Evilenko" (2004)