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Catch me when you can (JTR)

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Mörderische Praktiken

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Auf dünnem Eis

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Das dunkle in mir

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Im Kopf des Verbrechers

(beides auf Sat1.Gold)

 

Bei RTLcrime lohnt es sich immer in die Programmwochen zu schauen, da vieles mehrmals wiederholt wird.

Auch gibt es viele Crime-Serien auf den Sendern TLC und Sixx.

John Haigh

"Säurebadmörder/Vampir von London"

geb. 1909, gest. 1949

Land: Großbritannien

aktiver Zeitraum: 1944 - 1949

Morde: 6

Haigh, John

John George Haigh, auch bekannt als „Säurebadmörder“ oder „Vampir von London“, tötete von 1944 bis 1949 mehrere Menschen aus Habgier und löste sie in Schwefelsäure auf.

Haigh wurde am 24.07.1909 in Stamford, Lincolnshire, UK, als Sohn einer sehr religiösen und strengen Familie, geboren. Seine Kindheit verlief nicht gerade glücklich und er entwickelte sich zum Lügner. Dennoch war er ein guter Schüler und erhielt sogar zwei Stipendien für Wakefield. Auch war er sehr charmant, redegewandt und kleidete sich gut. Seine Leidenschaft galt der Musik.

1934 heiratete er Beatrice Hamer. Er hielt sich mit kleineren Betrügereien finanziell über Wasser. Als er jedoch daraufhin verurteilt wurde, trennte sich seine Frau von ihm und gab die gemeinsame Tochter, die 1934 geboren wurde, zur Adoption frei. 1936 fand er Arbeit bei William Donald McSwan als Sekretär und Chauffeur, mit dem er sich auch privat anfreundete. Ein Jahr später versuchte sich Haigh selbständig zu machen, was jedoch misslang. So bediente er sich wieder Diebstählen und Betrügereien, die ihm vier Jahre Gefängnis einbrachten. Hier experimentierte er erstmals mit Säure und toten Mäusen. Aufgrund des Zweiten Weltkrieges wurden Straftäter von Kavaliersdelikten vorzeitig entlassen, so auch Haigh.

Haigh mietete sich ein kleines Arbeitszimmer im Untergeschoss eines Hauses in Kensington um an Erfindungen zu arbeiten. Am 06.09.1944 lockte Haigh seinen ehemaligen Arbeitgeber und Freund, W. D. McSwan, in sein Arbeitszimmer, schlug ihn bewusstlos und löste den Körper in Schwefelsäure auf. McSwans Familie und Bekannten erklärte Haigh, W. D. sei nach Schottland gegangen, um der Armee zu entgehen. Damit dies realistisch erschien, reiste er sogar nach Edinburgh und verschickte von dort Postkarten in McSwan’s Namen. Somit ergaunerte sich Haigh dessen Vermögen.

Ein Jahr später jedoch, fingen die Eltern McSwan’s an, an Haigh’s Geschichte zu zweifeln. Daraufhin lud er sie in sein Arbeitszimmer ein. Dies war ihr Todesurteil. Haigh erschlug beide am 02.07.1945 und löste auch sie in Schwefelsäure auf. Den Verwandten und Bekannten tischte er wieder eine Lügengeschichte auf; die McSwan’s seien in die USA ausgewandert. Er fälscht ihre Unterschriften, und so kam Haigh wieder an das Vermögen seiner Opfer mit dem er sich im gehobenen Londoner Onslow Court Hotel in South Kensington einmietete und das restliche Geld im Glücksspiel verlor.

Die nächsten Opfer waren das Rentnerehepaar Dr. Archibald Henderson (52) und seine Frau Rose (41). Die beiden wollten eines ihrer Häuser 1947 veräußern, welches Haigh vorgab, kaufen zu wollen, aber momentan zahlungsunfähig sei. Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen Haigh und den Hendersons, ein Jahr später jedoch, am 12.02.1948, lockte er zuerst Archibald in sein Arbeitszimmer und erschoss ihn mit einer gestohlenen Waffe. Unter dem Vorwand, der Ehemann fühle sich nicht gut, lockte er auch Rose dorthin. Sie verlor ihr Leben wie ihr Mann. Dem Bruder von Rose schrieb Haigh einen 15seitigen gefälschten Brief, mit dem Inhalt, die beiden hätten sich nach Südafrika abgesetzt. Nachdem Haigh sich das Henderson Vermögen angeeignet hatte verlor er auch dieses wieder beim Glücksspiel.

Um an neue Geldsummen zu kommen suchte sich Haigh ein weiteres Opfer. Diesmal sollte es die 69jährige Rentnerin Henrietta Helen Olivia Robarts Durand-Deacon sein. Er lernte sie im Hotel-Restaurant des Onslow Court Hotel kennen. Sie ging davon aus er sei ein Geschäftsmann, der ihr helfen wolle, ihre Idee, die Herstellung künstlicher Fingernägel, zu verwirklichen. Um das weitere Geschäft zu besprechen lockte Haigh die Dame am 18.02.1949 in sein Arbeitszimmer, wo er sie kaltblütig in den Hinterkopf schoss. Allerdings ergaunerte er sich mit diesem Mord nur eine geringe Summe an Geld.

Um nicht in Verdacht zu geraten, erkundigte sich Haigh ein paar Tage später bei Constance Lance, einer Bekannten von Mrs. Durand-Deacon, nach deren Verbleib. Diese gab zur Antwort: „Henrietta wollte doch mit Ihnen in Ihr Arbeitszimmer gehen“. Haigh verneinte dies. Als Durand-Deacon Tage später immer noch unauffindbar war, beschloss Mrs. Lance zur Polizei zu gehen. Haigh bat an sie zu begleiten. Dort kam er einem Beamten jedoch verdächtig vor. Dieser überprüfte Haigh, und aufgrund seines langen Vorstrafenregisters geriet er ins Visier der Ermittler.

Bei der Durchsuchung seines Hotel- und Arbeitszimmers wurden die Beamten fündig. Sie fanden im Arbeitszimmer die rote Plastikhandtasche der Rentnerin, sowie einen Behälter Schwefelsäure mit einem, noch nicht komplett zersetzen, Fuß, drei Gallensteine und ein Gebiss, welches auch von Mrs. Durand-Deacon stammte. Die übergebliebenen menschlichen Fette; Schwefelsäure zersetzt keine organischen Fette; hatte Haigh entweder im Hinterhof des Hauses verteilt oder in den Abwasserkanal geschüttet. Auch fand man ein Tagebuch von Haigh, welches Hinweise zu den Morden enthielt, sowie Besitztümer der McSwan’s und Hendersons.

Um als unzurechnungsfähig erklärt zu werden, gab Haigh an, das Blut der Opfer getrunken, sowie drei weitere Personen getötet zu haben. Allerdings konnte er dies nicht beweisen und auch die Psychiater waren sich einige, dass diese Tatsachen nur vorgetäuscht waren. Haigh wurde zum Tode verurteilt und am 06.08.1949 gehängt.

Vor seinem Tod fertigte Madame Tussaud von Haigh eine Totenmaske an und stellt ihn in ihrem Wachsfigurenkabinett aus.


 Autor: Jenny G.