Aktuelle Infos:

NEU:

im Juni 2016

Abdul Djabar

im April 2016

Phantomkiller of Texarkana

im März 2016

Helmut Weidenbröker

Michael Wolpert

im Mai 2015
Craiglist Ripper/Long Island Ripper

im März 2015

Friedrich Schumann

Danny Rolling

im Oktober 2014

Martin Ney

Arthur Gary Bishop

im Juli 2014

Hayes & Komisarjewski

 

Aktualisiert:

im Juli 2017

Bericht Brady & Hindley

im August 2014

Bericht Charles Manson

Bericht John Wayne Gacy

 

Internet-Tipp:

Dead Ends

All crime watch

Krimi-Geschichten

 

Buch-Tipp:

Catch me when you can (JTR)

von Jonas Helmerichs

Mörderische Praktiken

von Johannes Bückler

Auf dünnem Eis

von Lydia Benecke

Das dunkle in mir

von Malte Fischer

 

TV-Tipp:

am 12.07.2017 um 20:15 h -

Aktenzeichen XY

(ZDF)

ab 10.07.2017 um 20:15 h -

Cold Justice

(Super RTL)

 

Bei RTLcrime lohnt es sich immer in die Programmwochen zu schauen, da vieles mehrmals wiederholt wird.

Auch gibt es viele Crime-Serien auf den Sendern TLC und Sixx.

Joe Ball

"Alligator Man"

geb. 1892, gest. 1938

Land: USA

aktiver Zeitraum: 1935 - 1938

Morde: 5 - 20

Ball, Joe

Für die ersten amerikanischen Siedler war der Alligator ein Symbol der Männlichkeit – er stand für die Kämpfe zwischen den Furcht einflößenden Reptilien und den ersten Bootsmännern auf dem Mississippi. Später stand der Begriff ‚Alligator‘ für einen ‚promiskuitiven Mann.‘ Letztere Definition beschreibt am besten Joe Ball – Ex-Alkoholschmuggler und Ende der 30‘er Jahre Gastwirt des The Sociable Inn in einem kleinen Dorf namens Elmendorf in Texas.

Dieses erfolgreiche texanische Rasthaus besaß nicht nur die hübschesten Kellnerinnen im Bundesstaat, sondern auch einen Pool mit fünf lebendigen Alligatoren, in welchen Joe gelegentlich Fleischklumpen warf – und ab und zu auch lebendige Katzen und Hunde um damit die Gäste zu unterhalten.

Mit vierzig Jahren hatte der große muskulöse Joe immer noch eine gute Figur und war definitiv ein Mann der Frauen. Auf ihn waren auch die anderen Männer aus Elmendorf neidisch, da sich die Kellnerinnen im The Sociable Inn die Klinke in die Hand gaben – alle waren ihrem lebhaften Arbeitgeber sehr ergeben. Als die dritte Mrs. Ball ohne, wie es schien, irgendein Wort der Warnung verschwand, hatte Joe bereits eine Beziehung mit der 22 jährigen Hazel Brown, die letzte in einer Reihe von Mädchen, die das Auge des The Sociable Inn Klientel erfreute.

Dann passierte etwas Eigenartiges. Hazel verschwand auch. Elmendorf mag es nicht bemerkt haben, dafür aber Texas Ranger Lee Miller. Miller wunderte sich, warum niemand gesehen hatte wie Hazel die Stadt verlassen hatte und warum ihr Konto bei der örtlichen Bank, welches optimistisch vor kurzer Zeit erst eingerichtet wurde, nicht abgemeldet worden war, wenn sie einen Umzug geplant hatte. Ein Nachbar trug noch zu der Unruhe bei, indem er berichtete, er habe einen faulen Geruch welcher aus einer Regentonne des The Sociable Inn kam, bemerkt. Joe lachte immer nur darüber – das Verschwinden, diese dumme Dirnen ! Wer weiß warum sie das tun; die Regentonne, nur Fleisch vom Fleischer für die Alligatoren. Aber hinter der irreführenden Fassade befand sich ein sehr besorgter Joe Ball.

In der Nacht des 24. September 1938 kamen einige Polizisten in das The Sociable Inn um Joe einige dringende Fragen zu stellen. Als Antwort langte der Wirt hinter die Kasse und ... Als der Rauch verzogen war, lag Joe Ball tot auf dem Boden, die Kugel welche er selber abgeschossen hatte, steckte fest in seinem Schädel.

Nach und nach setzte sich die Wahrheit über ‚Alligator Joe’s‘ tödliche Affären zusammen. Die dritte Mrs. Ball war in San Diego gefunden worden, lebendig aber zu Tode erschrocken. Von ihr erfuhr die Polizei, dass er ihr die Morde an den Kellnerinnen gebeichtet hatte und sie dann bedrohte ihr würde das gleiche passieren, wenn sie auch nur ein Wort darüber verlieren würde. Sie war geflohen, da sie nicht das nächste Fressen der Alligatoren werden wollte.

Mrs. Ball führte die Untersuchungsbeamten auch auf die Spur von Clifford Wheeler, den Handwerker des The Sociable Inn und, so erklärte sie, Joe Ball’s Komplize. Wheeler wurde von den Rangers festgenommen und gab schließlich zu, dass Joe Hazel Brown getötet hat und den Handwerker zwang den Leichnam zu zerstückeln und in einer Regentonne zu lagern bis er begraben werden könnte. Er bestätigte auch die frühere Ermordung der schwangeren 20 jährigen Minnie Gotthardt, wobei er die Polizei an den Ort führte, wo sich ihre Überreste in einem flachen Grab befanden.

Als die Detektive die Gaststätte durchsuchten, fanden sie einen Pack belastender Briefe, welche Joe von ehemaligen Kellnerinnen des Inn geschrieben worden waren: viele waren auch schwanger gewesen; von ihnen wurde nie wieder auch nur eine Spur gefunden.

Ein paar Monate nach dem Selbstmord kontaktierte ein Nachbar von Joe Ball, ein Ex-Rancher, Ranger Lee Miller bezüglich einer erschreckenden Nachbemerkung zu diesem Fall. Der Mann stammelte, als er in einer Nacht im Jahre 1936 – einer Nacht, die er in den vergangenen Jahren aus seinem Gedächtnis verbannen wollte – Joe Ball sah, wie er den Leichnam einer Frau zerstückelte und die Einzelteile den Alligatoren vorwarf. Ball hatte den Mann zum Schweigen gebracht indem er seiner Familie drohte und der Rancher zog schlauerweise mit all seinen Lieben nach Kalifornien um.

Die Polizei stellte fest, dass mindestens 5 Morde im The Sociable Inn begangen worden waren, auch wenn man die wahre Zahl nie erfahren wird. Die Alligatoren wurden in den Zoo von San Diego gebracht, wo sie für viele Jahre eine Attraktion waren.