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Emile Louis

geb. 1934, gest. 2013

Land: Frankreich

aktiver Zeitraum: 1975 - 1979

Morde: 7

Louis, Emile

In den Jahren 1975 bis 1979 verschwanden im Departement Yonne in Auxerre/Burgund sieben geistig behinderte junge Mädchen im Alter von 15-26 Jahren.

Christine, Jacqueline, Chantal, Madeleine, Bernadette, Francoise und Martine kamen alle aus sozial schwachen Familien und waren aufgrund von richterlichen Beschlüssen in den Behinderteneinrichtungen der APAJH untergebracht.

Als 1979 die Leiche der 22jährigen Sylviane entdeckt wird, gerät der Busfahrer der Behinderteneinrichtung Emile Louis in Verdacht. Doch aufgrund einer Entlastungszeugin, der Direktorin der APAJH, die Louis in den Himmel lobt, wird das Verfahren 1984 eingestellt.

Nur der Gendarm Christian Jambert glaubt an einen Serienmord und ermittelt auf eigene Faust weiter, denn Tatsache ist, dass Louis mit allen Mädchen gut bekannt war und einige sogar bei seiner derzeitigen Geliebten im Hause untergebracht waren. Des Weiteren pflegte er ein Verhältnis mit der verschwundenen Francoise. Auch war es im Ort ein offenes Geheimnis, dass Louis die Pflegemädchen seiner Geliebten oft mit in den Wald nahm und nachdem eines der Mädchen auf der Straße angefahren wurde, kam heraus, dass dieses "keine Jungfrau“ mehr war. Später, als die fünf Pflegekinder (drei Mädchen und zwei Jungen) von Louis Geliebten über Bauchweh klagten, stellte man bei allen Kindern sexuellen Missbrauch fest.

Jambert erreichte schließlich 1997 eine Wiederaufnahme des Verfahrens, kommt jedoch vor dessen Anhörung auf ungeklärte Weise ums Leben - angeblich Selbstmord.

2000 wird Louis dann doch noch verhaftete, nachdem seine älteste Tochter den Mantel einer der Verschwundenen in seinem Keller gefunden hatte. Er gesteht die Vergewaltigungen und Morde, in der Annahme, die Taten seien verjährt und führt die Ermittler sogar an 2 Leichen-Verstecke. Doch kurz darauf widerruft er sein Geständnis.

Aufgrund seiner Verhaftung 2000 meldeten sich weitere Frauen, die Louis der Vergewaltigung bezichtigen, einige liegen 40 Jahre zurück, andere erst 10 Jahre.

Louis wird 2006 zu lebenslänglich verurteilt, jedoch mit dem Beigeschmack, dass der Fall wohl als Justizaffäre in die französische Kriminalgeschichte eingehen wird, da aufgrund von verschleppten Ermittlungen Louis über zwei Jahrzehnte ohne Konsequenzen weiter vergewaltigen konnte. Auch wurde gegen die damaligen Direktoren der APAJH ermittelt.

Am 20. Oktober 2013 starb Louis.


 Autor: Jenny G.