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Catch me when you can (JTR)

von Jonas Helmerichs

Mörderische Praktiken

von Johannes Bückler

 

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Die schlimmsten Verbrechen der Welt (kabel eins)

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Tödliche Stille (TLC)

 

Bei RTLcrime lohnt es sich immer in die Programmwochen zu schauen, da vieles mehrmals wiederholt wird.

Auch gibt es viele Crime-Serien auf den Sendern TLC und Sixx.

Werner Ferrari

geb. 1946

Land: Schweiz

aktiver Zeitraum: 1971 - 1989

Morde: 5 - 11

Ferrari, Werner

Werner Ferrari, geb. 1946 im schweizer Kanton Argau, hatte 1971 den 10jährigen Daniel Schwan getötet. 1979 war er aus dem Gefängnis entlassen worden und vergewaltigte und ermordete weitere Kinder. Vier Morde, die an Benjamin Egli, Daniel Sutter, Christian Widmer und Fabienne Imhof gestand er zurerst, widerruf diese jedoch später. Am 8. Juni 1995 hatte das Bezirksgericht Baden in einem landesweit Aufsehen erregenden Indizienprozess den damals 49-jährigen Hilfsarbeiter Werner Ferrari wegen fünffachen Kindermordes zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt – darunter auch für einen Mord, den er seit seiner Verhaftung im August 1989 kategorisch bestritt: die Tötung der 12-jährigen Ruth Steinmann aus Würenlos.

Die Schülerin war am 16. Mai 1980 unweit ihres Elternhauses in ein Waldstück gelockt, sexuell missbraucht und mit einer in den Rachen gepressten Socke erstickt worden. Rund um ihre linke Brustwarze hatte sich der tiefe Eindruck einer blutunterlaufenen Zahnspur abgezeichnet, und auf dem nackten Gesäß des Opfers konnte die Kripo ein Schamhaar sicherstellen, das dem Täter zugeordnet werden musste. Ferrari verlangte eine Wiederaufnahme seines Verfahrens, da er den fünften ihm zur Last gelegten Mord nicht begangen habe.

Mit seinem Buch „Der Unfassbare“ brachte Peter Holenstein den Fall zurück in die Schlagzeilen. Der Publizist hatte eine DNA-Analyse des Schamhaares in Auftrag gegeben, dass auf dem Körper des vermeintlichen Ferrari-Opfers Steinmann gefunden worden war. Ergebnis: Das Haar stammt nicht vom Verurteilten. Nun entschied das Aargauer Obergericht: Die Justiz muss noch einmal ran. Denn in der Zwischenzeit hat Holenstein einen weiteren Zeugen aufgetrieben, der seinen Schwager belastet, der dem Verurteilten stark ähnelt.

Außerdem behauptete eine Zeugin, sie habe das Mädchen im Auftrag ihres Onkels zum Tatort gelockt. Doch selbst wenn dieser eine Fall mit Freispruch enden sollte: Der Serientäter wird den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.

Ferraris Kindheit war alles andere als glücklich. Bei seiner Geburt war seine Mutter gerade mal 18 Jahre alt, und gab das Kind in ein Heim. Ferrari sagte später: „Ich wurde von meiner Mutter nie geküsst, in den Arm genommen oder getröstet. Ich wurde nur hin- und hergeschoben. Die Mutter heiratet. Nachdem Ferrari kurze Zeit wieder bei ihr lebt, kam er mit 12 Jahren wieder ins Heim. Ihm wird, nach ärztlicher Begutachtung, eine schizoide Persönlichkeitsstörung bescheinigt. Mit 16 Jahren zieht er wieder zu seiner Mutter, legt Brände und begeht Diebstähle. Mit 18 Jahre kommt er in eine Erziehungsanstalt und mit 19 wird er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Eine Wendung nimmt der Fall Anfang 2007: Der belastete „Schwager“, der sich 1983 erhängte, wird exhumiert und dessen Gebiss, wie auch Ferraris Gebiss mit den Bissspuren auf Ruth Steinmanns Körper verglichen. Das Ergebnis: Der Biss stammt vom „Schwager“. Ferrari wird im Fall Steinmann freigesprochen.

Auch die Zeugin, die ihren Onkel belastet, berichtet von Details, die nur Anwesende vom Tatort wissen konnten, da diese damals nicht veröffentlicht wurden. Allerdings ist der „Onkel“ mittlerweile an Krebs verstorben.

Fakt ist, dass nach der Verhaftung Ferraris die furchtbare Mordserie plötzlich aufhörte, was aber nicht heißt, dass Ferrari für alle Morde verantwortlich ist, denn im Juli 2007 wurde ein weiteres Mädchen in der Schweiz tot aufgefunden: Ylenia Lenhard (5). Der 67jährige Mörder nahm sich nach der Tat das Leben. Die Polizei jedoch hält es für unwahrscheinlich, dass Ylenia das erste Opfer dieses Täters war. So könnte auch er für die, in den 80er Jahren, vermissten Kinder verantwortlich sein; auch aufgrund auffälliger Parallelen zu einigen Fällen. Dies wird zurzeit noch überprüft.


Opfer, chronologisch nach Tatzeitpunkt:

06.08.1971 – Daniel Schwan (10) aus Reinach
27.10.1983 – Benjamin Egli (10) aus Kloten
10.09.1985 – Daniel Sutter (7) aus Rümlang
17.10.1987 – Christian Widmer (10) aus Windisch
26.08.1989 – Fabienne Imhof (9) aus Hägendorf

Weitere mutmaßliche Opfer, chronologisch nach Tatzeitpunkt:

20.03.1982 – Rebecca Bieri (8) aus Gettnau
30.09.1982 – Stefan Brütsch (14) aus Büttenhardt
14.04.1983 – Loredana Mancini (7) aus Spreitenbach
12.05.1984 – Peter Roth (7) aus Mogelsberg, bis heute vermisst
28.09.1985 – Sarah Oberson (6) aus Saxon, bis heute vermisst
03.05.1986 – Edith Trittenbass (8) aus Gass-Wetzikon, bis heute vermisst

Autor: Jenny G.