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Internet-Tipp:

Dead Ends

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Krimi-Geschichten

 

Buch-Tipp:

Mörderische Praktiken

von Johannes Bückler

 

TV-Tipp:

am 11.01.2018  um 22:30 h -

Amok!

(ZDFinfo)

 

Bei RTLcrime lohnt es sich immer in die Programmwochen zu schauen, da vieles mehrmals wiederholt wird.

Auch gibt es viele Crime-Serien auf den Sendern TLC und Sixx.

Martin Bryant

geb. 1967

Land: Australien

aktiver Zeitraum: 1996

Morde: 35

Bryant, Martin

Martin Bryant hat eine Zeit lang anscheinend als eine Art Sohnersatz bei einer exzentrischen Millionärin in Tasmanien gewohnt. Nach ihrem Tod wurde er Alleinerbe. Zum Zeitpunkt der Tat war er 28 Jahre alt. Geistig soll er auf dem Niveau eines 11jährigen sein.

Am 28. April 1996 fuhr Martin Bryant zu dem Gästehaus „Seascape“ des Ehepaares Martin. Diese machte er für den Selbstmord seines Vaters verantwortlich, da dieser das „Seascape“ kaufen wollte, aber die Martins den Zuschlag erhielten. Bryant erschoss die beiden in ihrem Haus und fuhr anschließend zu einem Touristenpark (dem Gefängnismuseum) auf der tasmanischen Insel Port Arthur.

Er ging mit einer Sporttasche voller Waffen in ein Cafe und schoss dort sehr gezielt und eiskalt auf die Gäste. Ein Mitarbeiter des Museums erkannte die Situation und versuchte die Touristen außerhalb des Cafes zu warnen. Die anderen Touristen auf dem Parkplatz dachten zunächst an Filmaufnahmen, bis Martin heraus kam und auch auf dem Parkplatz um sich schoss. Er ging sogar in die Busse und suchte nach Menschen, die sich dort versteckt hielten. Der Mitarbeiter hatte mittlerweilen eine Gruppe von Touristen um sich versammelt und führte sie zum Pfarrhaus, um sich dort zu verstecken. Eine Mutter mit ihren beiden Töchtern jedoch weigerte sich bei der Gruppe zu bleiben und versuchte das Gelände zu verlassen. Sie liefen die Straße zur Mautstation entlang. Zu dieser Zeit fuhr auch Bryant mit seinem Wagen diese Straße hoch, entdeckte die Familie Mikac und erschoss alle drei.

An einer Tankstelle erschoss er 2 weitere Personen und nahm einen Mann als Geisel. Mit ihm fuhr er zurück zum „Seascape“. Dort erschoss er sehr wahrscheinlich gleich seine Geisel.

Er verschanzte sich 18 Stunden lang in dem besagten Haus, wobei er immer wieder im telefonischen Kontakt zur Polizei stand, bis der Akku des Telefons leer war. Dann zündete er das Haus an, entweder um Selbstmord zu begehen oder in der Hoffnung die Polizei käme ihm zur Hilfe und sie so aus ihren Verstecken zu locken um weitere Menschen zu töten. Doch sie halfen ihm nicht und auch die Feuerwehr kam nicht. Letztendlich kam er doch noch, nackt und schwer verletzt, heraus und wurde ins Krankenhaus gebracht (übrigens in dasselbe in dem die Verletzten seines Amoklaufes lagen).

Die Bilanz waren 35 Tote und 23 Verletzte. Es war das größte Massaker in der Geschichte des Australischen Kontinents.

Sieben Monate nach dem Amoklauf begann der Prozess gegen Martin Bryant. Ihm wurde zwar die Intelligenz eines 11jährigen zugesprochen, jedoch auch volle Schuldfähigkeit. Bei seinen Aussagen vor Gericht fing er heftig an zu lachen. Im November wurde er zu 35mal lebenslänglicher Haft und zusätzlichen 777 Jahren Gefängnis verurteilt.

Seitdem sitzt er in Port Arthur in einer sehr karg eingerichteten Zelle und wird rund um die Uhr bewacht. Nur ausgewählte Gefangene dürfen Kontakt zu ihm haben. Bryant hat inzwischen den dritten Selbstmordversuch hinter sich. Beim ersten Mal wollte er sich mit Verbandsmaterial selbst strangulieren, dann versuchte er eine aufgerollte Zahnpastatube zu verschlucken. Zuletzt wurde er völlig betäubt in seiner Zelle gefunden. Anscheinend hatten ihm andere Häftlinge Medikamente zukommen lassen.

Bis heute bestreitet der die Tat und gibt auch kein Motiv preis. Es wird jedoch vermutet, dass er aufgrund der Tode seines Vaters und der Millionärin den Halt um Leben verlor und außer Kontrolle geriet. Weiter geht man davon aus, dass Bryant möglicherweise nur die Martins töten wollte. Als danach aber nichts weiter geschah (d.h. es kam keine Polizei usw.) er dann mit der Situation überfordert war und somit seinen Amoklauf fortsetzte.

Die Regierung hat aufgrund dieses Falles ihre Waffengesetze verschärft. In einem Rücklauf Programm wurden bislang über 383 000 Waffen aus Privathänden aufgekauft.

Aktualisiert: Dez. 2017

Die Opfer alphabetisch:

Aplin, Winifred (58)

Bennett, Walter (66)

Burgess, Nicole (17)

Chung, Sou Leng (32)

Gaylard, Elva (48)

Hall, Zoe (28)

Howard, Elisabeth (27)

Howard, Mary (57)

Howard, Mervyn (55)

Jary, Ronald (71)

Kistan, Tony (51)

Lever, Leslie (53)

Loughton, Sarah (15)

Martin, David (72)

Martin, Sally (69)

Masters, Pauline (49)

Mikac, Alannah (6)

Mikac, Madeline (3)

Mikac, Nanette (36)

Mills, Andrew (49)

Nash, Peter (32)

Neander, Gwenda (67)

Ng, William Xeeng (49)

Nightingale, Anthony (44)

Nixon, Mary (60)

Pears, Glenn (35)

Pollard, Russell (72)

Quin, Janette (50)

Salzmann, Helene (50)

Salzmann, Robert (58)

Scott, Kate (21)

Sharp, Kevin (68)

Sharp, Raymond (67)

Thompson, Royce (59)

Winter, Jason (29)